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Die Menschheit hat in den letzten Jahren eine noch nie dagewesene Situation erlebt. Es ist sehr traurig, wenn wir auf die menschlichen und wirtschaftlichen Verluste zurückblicken, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden. Die Pandemie führte jedoch auch zu zahlreichen Veränderungen auf den globalen Märkten, die in einigen Branchen zu einem enormen Wachstum führten. Während mehrere Branchen von der Corona-Pandemie betroffen waren, verzeichnete die E-Learning-Branche ein enormes Wachstum und zeigte ihr Potenzial für technologischen Fortschritt. Der unerwartete Ansturm auf die E-Learning-Branche hat die Türen zu unbegrenzten Möglichkeiten geöffnet. Das Potenzial, das die Welt im Online-Lernen gesehen hat, ist überwältigend. Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Non-Profit-Organisationen – sie alle tendieren zu Online-Bildungsangeboten. Mit dem zunehmenden Interesse der globalen Wirtschaftsgemeinschaft an Online-Bildung haben auch die E-Learning-Trends ihre Richtung geändert; daher finden in der Branche bedeutende technologische Entwicklungen statt. Große Zeiten in der E-Learning-Branche stehen uns noch bevor! Wir zeigen Ihnen, was Sie im Jahr 2022 von der E-Learning-Branche erwarten können. Die E-Learning-Branche hat massiv von den sich ändernden Lerngewohnheiten und der Zunahme des virtuellen Interesses profitiert. Die folgenden E-Learning-Trends werden den Weg zu einer neuen und intelligenten Art des Lernens weisen:

Künstliche Intelligenz

Einer der neusten E-Learning-Trends, die im Mittelpunkt der Diskussion stehen, ist die künstliche Intelligenz (KI). Die Rolle der KI wird beim Online-Lernen immer wichtiger, da sie bei der Personalisierung des Lernens bewundernswerte Fähigkeiten gezeigt hat. KI spielt eine entscheidende Rolle bei der Erfassung und Analyse von Daten der Lernenden auf LMS-Plattformen, wie z. B. Stärken, Schwächen, Interessen und Fähigkeiten. Mit Hilfe von KI können die Lernpfade der Mitarbeiter sehr detailliert verstanden und analysiert werden. Unternehmen und große Bildungseinrichtungen nutzen KI, um sprachgesteuerte Bots zu entwickeln, die die Suche nach Inhalten vereinfachen. Sie helfen den Mitarbitern, die gewünschten Kurse mit Leichtigkeit zu finden und ihre Lernerfahrung zu verbessern.

Immersive Technologien

Neben der künstlichen Intelligenz hat das immersive Lernen ein enormes Potenzial im Kaleidoskop des E-Learning gezeigt. Dazu gehören Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Extended Reality (XR). Immersive Technologien schaffen mit Hilfe von AR- und VR-Geräten eine Lernumgebung, die den Mitarbeitern einen künstlich erzeugten Raum bietet, der in der Realität nur sehr kostspielig und schwer zu schaffen ist. Sie tragen dazu bei, die Kluft zwischen Theorie und praktischen Anwendungen zu verringern, was letztlich zur Entwicklung vielversprechender Lösungen führt.

Spielbasiertes Lernen

Gamification im E-Learning ist ein aufstrebendes Phänomen, das bereits von zahlreichen LMS-Plattformen übernommen wurde. Es beinhaltet den Einsatz von Spielmechanismen, um das Publikum in den Lernprozess einzubinden und die Standards für Zuverlässigkeit zu erhöhen. Mitarbeiter sind nach einer spielerischen Schulung motivierter, ihre Aufgaben zu erledigen. Spielbasiertes Lernen wird im Jahr 2022 zu einer der Säulen der E-Learning-Strategie werden, da die Unternehmen bereit sind, immer mehr für ein spielbasiertes Lernerlebnis auszugeben. Die bisherige Anwendung von Gamification hat der Welt gezeigt, wie nützlich sie sein kann, da sie das Engagement und die Bindung der Lernenden fördert und einen gesunden Wettbewerb unter den Mitarbeitern anregt.

Big Data-Analytik

Die Welt entwickelt sich weiter und damit auch die Art und Weise, wie Menschen lernen. Die Taktiken, die gestern für eine effektive Lernerfahrung eingesetzt wurden, funktionieren morgen vielleicht nicht mehr. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter ändern sich und erfordern eine individuellere Betreuung. Um eine personalisierte Lernumgebung zu schaffen, müssen wir die Big Data-Analyse fest im Griff haben. Big-Data-Analysen umfassen alle von den Benutzern während ihrer Interaktion mit dem Schulungsmodul Ihrer E-Learning-Plattform erstellten Inhalte. Durch das Sammeln und Analysieren der Nutzerdaten können Sie sich an die individuellen Bedürfnisse Ihrer Lernenden anpassen. Im Jahr 2022 wird derjenige erfolgreich sein, der das Verhalten und die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter versteht und darauf reagiert.

Micro-Learning

Micro-Learning ist eine Methode, bei der die Lernenden mundgerecht aufbereitete Inhalte in einem bestimmten Zeitraum vermittelt bekommen. Die zeiteffektiven und medienreichen Inhalte des Micro-Learnings erleichtern das effektive Lernen der Mitarbeiter und erhöhen die Behaltensrate des Wissens. Micro-Learning ist einer der wichtigsten Trends in der E-Learning-Branche. Micro-Learning ist besonders in Unternehmen beliebt, die ihre Arbeitsabläufe ständig ändern und in einem hohen Tempo arbeiten.

Adaptives Lernen

Dieser E-Learning-Trend ist seit einigen Jahren in aller Munde und wird auch in den kommenden Jahren weiter im Trend liegen. Mit adaptivem Lernen können die Mitarbeiter in ihrer eigenen Zeit und ihrem eigenen Tempo lernen. Im Jahr 2022 wird das adaptive Lernen voraussichtlich neue Höhen erreichen, da es mit künstlicher Intelligenz integriert wird. Die Mitarbeiter können dann selbst entscheiden, welche Art von Lernpfad sie beim adaptiven Lernen wählen möchten.

Videobasiertes Lernen

Der Einsatz von Videos ist in letzter Zeit zu einem festen Bestandteil von Online-Schulungen geworden und wird auch in Zukunft im Mittelpunkt der E-Learning-Plattformen stehen. Eine Umfrage hat ergeben, dass 69 % der Verbraucher das Ansehen von Videos dem Konsumieren anderer Inhalte vorziehen. Heutzutage sehen sich Lernende lieber Demos, Tutorials, Videovorlesungen und andere Arten von Videoinhalten an als Lehrbücher oder Handbücher. Videos sind visuell ansprechender, fesselnder und haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie die Informationen besser vermitteln als jede andere Art des Lernens.

Soziales Lernen

Soziales Lernen ist nicht auf das Lernen vor Ort beschränkt, sondern kann auch online stattfinden. E-Learning-Plattformen nutzen kreative und innovative Ansätze, um die Interaktion zwischen den Nutzern durch Teamarbeit und gemeinsame Aufgaben zu fördern.

Sind Sie bereit für die Zukunft?

Wir sehen diese Trends als die bevorzugten Lernformen und -methoden im kommenden Jahr voraus. Unabhängig davon, ob es sich um Trends in der Lerntechnologie oder bei den Lerninhalten handelt, werden sich diese Trends weiterhin auf die Art und Weise auswirken, wie Mitarbeiter lernen und Unternehmen von diesen Modalitäten und Maßnahmen profitieren. Während die Mitarbeiter in der Lage sind, das Gelernte besser auf ihre Arbeit anzuwenden und das Gelernte zu behalten, werden die Unternehmen mehrere Arbeitsstunden für Schulungen einsparen, wenn diese Tools und Methoden effektiv eingesetzt werden. Unternehmen müssen diese Tools und Methoden nutzen, um in ihrem Bestreben, agilere und anpassungsfähigere lernende Organisationen zu werden, Fortschritte zu machen.

8 E-Learning Herausforderungen

von Julia

Wie bei allen Dingen im Leben gibt es auch beim E-Learning Herausforderungen, denen man irgendwann begegnen kann. Egal, ob Sie mit einem Mangel an Budget oder Akzeptanz zu kämpfen haben, mit diesen praktischen Tipps können Sie Ihre größten E-Learning-Herausforderungen meistern. In der Welt der L&D-Teams gehören die Herausforderungen des Lernens und der Entwicklung zum Alltag […]

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29/12/2021

Die unterschätzte Bedeutung lebenslangen Lernens im Unternehmen

von Julia

Wenn Arbeit und Leben immer digitaler werden, fordert dies eine entsprechende Ausrichtung von Unternehmen auf die sich wandelnden Qualifikations- und Informationsanforderungen von Mitarbeitern. Warum ist es für Unternehmen zunehmend von Bedeutung, sich als lernende Organisationen zu verstehen? Wie können digitale Lernformate helfen, aktuelle und zukünftige Herausforderungen besser zu meistern und wie kann die betriebliche Umsetzung […]

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Wie bei allen Dingen im Leben gibt es auch beim E-Learning Herausforderungen, denen man irgendwann begegnen kann. Egal, ob Sie mit einem Mangel an Budget oder Akzeptanz zu kämpfen haben, mit diesen praktischen Tipps können Sie Ihre größten E-Learning-Herausforderungen meistern. In der Welt der L&D-Teams gehören die Herausforderungen des Lernens und der Entwicklung zum Alltag – vom Kampf gegen langweilige Schulungsinhalte über die Beanspruchung knapper Budgets bis hin zum Kampf gegen die Pandemie. Bei so vielen Hindernissen, die es zu überwinden gilt, kann sich die Durchführung eines betrieblichen Schulungsprogramms manchmal wie ein Spießrutenlauf anfühlen. Deshalb haben wir eine Liste mit den 8 größten Herausforderungen zusammengestellt, mit denen sich L&D-Teams regelmäßig konfrontiert sehen, und Tipps, wie Sie diese bewältigen können.

1. Langweilige Inhalte in tolle E-Learning-Erlebnisse verwandeln

Trockene und langweilige Lerninhalte sind der Fluch jedes L&D-Profis. Sie müssen eine gesunde Dosis an Innovation, Kreativität und alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um sie in etwas Ansprechendes und Aufregendes zu verwandeln. Hier können zum einen sogenannte Social Learning-Tools helfen. Diese ermöglichen es den Lernenden, Fragen zu stellen und Antworten direkt von anderen Nutzern und internen Fachleuten zu erhalten und dieses Wissen dann im gesamten Unternehmen zu teilen. Darüber hinaus können Sie die Kontrolle an Ihre Mitarbeiter abgeben und sie dazu ermutigen, ihre eigenen Lerninhalte zu erstellen (die dann von Ihnen überprüft werden). Dies ist ein großer Bewusstseinswandel, aber er kann wertvolle Ergebnisse generieren und die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen, da diese die Inhalte als relevanter, authentischer und anwendbarer empfinden. Zusätzlich können die Variante des Micro-Learning nutzen oder Blended-Learning-Kurse einbauen.

2. Mangelndes Engagement und fehlende Motivation der Mitarbeiter

Leider wird sich nicht jeder Mitarbeiter zu 100 % auf das E-Learning einlassen. Sie sind vielleicht abgelenkt, beschäftigt oder einfach unmotiviert. Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie ihnen interaktive und fesselnde E-Learning-Kurse anbieten, die ihren Interessen entsprechen und auf ihre Ziele abgestimmt sind. Die Mitarbeiter müssen den Wert des E-Learning-Kurses erkennen, wenn Sie wollen, dass sie aktiv daran teilnehmen. Hierbei kann Ihnen das Prinzip des Microlearnings zugutekommen, um das Engagement Ihrer Mitarbeiter zu fördern. Zudem könnten die E-Learning-Kurse an individuelle Jahresziele der Mitarbeiter gekoppelt werden, um die Motivation zu steigern.

3. Vielfalt moderner Technologien

Jedes Jahr gibt es neue technische Tools, Gadgets und Softwares, die Sie zur Verbesserung von E-Learning-Methoden einsetzen können. Bei so viel digitalem Wandel kann es jedoch schwierig sein, zu erkennen, welche neue Lerntechnologie eine Investition wert ist. Nehmen Sie an technischen Konferenzen, Veranstaltungen und Fachmessen teil. Lesen Sie Artikel, Blogs und Rezensionen zu diesen Technologien. So bleiben Sie auf dem Laufenden, was entwickelt wird, und können vor allem feststellen, welche modernen Lernlösungen Ihren Schulungsanforderungen am besten gerecht werden.

4. Gestaltung von E-Learning-Kursen für verschiedene Generationen

Das Publikum Ihrer E-Learning-Kurse setzt sich heute aus vier verschiedenen Generationen zusammen: den Baby Boomers, der Gen X, den Millennials und der Gen Z. Das kann es schwierig machen, generische E-Learning-Erfahrungen für alle zu erstellen, da jede Generation ihre eigenen Merkmale und Bedürfnisse hat. Um dieses Problem zu lösen, sollten Sie so viel wie möglich über die Ziele, Vorlieben und Hintergründe Ihrer Mitarbeiter in Erfahrung bringen, indem Sie Umfragen durchführen oder eine Lernlösung verwenden, die Daten über das Verhalten sammelt, die Sie dann analysieren können. Nutzen Sie Ihre neuen, detaillierten Daten, um Personas von Mitarbeitern zu erstellen, die es Ihnen ermöglichen, die Lerninhalte auf der Grundlage des Erfahrungsstands und des technischen Know-hows jeder Lerngruppe anzupassen.

5. Unrealistische Fristen

Das Geheimnis zur Überwindung unrealistischer Fristen ist volle Transparenz und Ehrlichkeit. Stellen Sie sicher, dass die Personen, die die Fristen festlegen (Direktoren oder leitende Angestellte), über jeden einzelnen Schritt des E-Learning-Prozesses informiert sind, damit sie wissen, wie viel Arbeit in die Bereitstellung von Lernergebnissen fließt, die für das gesamte Unternehmen von Nutzen sind und mit den Unternehmenszielen übereinstimmen.

6. Unerfahrene Partner

Die Herausforderung Nr. 5 ist oft mit der Herausforderung Nr. 6 verbunden. Wenn die Beteiligten nicht mit E-Learning-Initiativen vertraut sind, werden sie sich nicht bewusst sein, wie schwierig der Design- und Entwicklungsprozess sein kann. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich vorher mit ihnen zusammensetzen und ihnen erklären, was Sie tun werden, welche Erfolgskriterien Sie haben werden, wie Sie Ihre Ziele erreichen werden und wie oft sie einen Fortschrittsbericht erwarten können. Wenn sie wissen, was hinter den Kulissen vor sich geht, sind sie in der Regel viel kooperativer und verständnisvoller.

7. Knappe Budgets

Nicht alle E-Learning-Projekte werden mit unbegrenzten Budgets ausgestattet. In den meisten Fällen stehen nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, so dass Sie kreativ werden müssen, um mit dem zu arbeiten, was Ihnen zur Verfügung steht. Bevor Sie mit einem E-Learning-Projekt beginnen, sollten Sie ein detailliertes Budget aufstellen, in dem alle Ausgaben enthalten sind. Vergewissern Sie sich, dass Sie eine realistische Schätzung der Kosten für das Projekt haben, bevor Sie Ihr Angebot einreichen. Andernfalls müssen Sie möglicherweise auf Ihre Gewinnspanne zurückgreifen, um ein Endprodukt zu liefern, das den Erwartungen entspricht.

8. Das perfekte LMS-Tool finden

Wenn Sie sich in der Vergangenheit schon einmal für ein neues E-Learning-Tool oder Learning Management System (LMS) entscheiden mussten, wissen Sie, wie schwierig der Auswahlprozess sein kann. Hierbei ist es ratsam, die Liste der Funktionen, die Sie unbedingt benötigen, einzugrenzen und dann kostenlose Demos und Testversionen in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise können Sie das Tool auswählen, das den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter und Ihres E-Learning-Entwicklungsteams am besten entspricht.

Fazit

Glücklicherweise überwiegen bei der Arbeit im Bereich L&D die Vorteile bei weitem die Nachteile. Wenn sich von den Herausforderungen nicht einschüchtern lässt und die genannten Tipps beherzigt, kann man das Engagement, die Produktivität, die Effizienz und die Leistung der Mitarbeiter erheblich steigern.

Die wichtigsten E-Learning Trends für 2022

von Julia

Die Menschheit hat in den letzten Jahren eine noch nie dagewesene Situation erlebt. Es ist sehr traurig, wenn wir auf die menschlichen und wirtschaftlichen Verluste zurückblicken, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden. Die Pandemie führte jedoch auch zu zahlreichen Veränderungen auf den globalen Märkten, die in einigen Branchen zu einem enormen Wachstum führten. Während mehrere […]

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04/01/2022

Die unterschätzte Bedeutung lebenslangen Lernens im Unternehmen

von Julia

Wenn Arbeit und Leben immer digitaler werden, fordert dies eine entsprechende Ausrichtung von Unternehmen auf die sich wandelnden Qualifikations- und Informationsanforderungen von Mitarbeitern. Warum ist es für Unternehmen zunehmend von Bedeutung, sich als lernende Organisationen zu verstehen? Wie können digitale Lernformate helfen, aktuelle und zukünftige Herausforderungen besser zu meistern und wie kann die betriebliche Umsetzung […]

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29/12/2021

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Das Prinzip des Micro-Learnings hat zweifellos erhebliche Vorteile in die Welt des E-Learnings gebracht. Aber wie jede andere Lernmethode hat es seine Vor- und Nachteile, die L&D-Führungskräfte immer im Hinterkopf behalten sollten. Werfen wir einen Blick auf die 9 Herausforderungen von Micro-Learning:

1. Beschränkung auf wenige Konzepte

Der Hauptzweck von Micro-Learning besteht darin, das Lernen mit kurzen Informationsblöcken zu ermöglichen, die in kurzer Zeit aufgenommen werden können. Eine Herausforderung beim Micro-Learning besteht darin, dass Sie nur einige wenige Inhalte pro Lerneinheit anbieten können – Sie können nicht in die Tiefe gehen oder Teilbereiche besuchen, es sei denn, Sie erstellen Micro-Lessons speziell für diese zusätzlichen Bereiche. Wenn Sie also eine große Menge an Schulungen haben, die Ihre Mitarbeiter im Detail verstehen müssen, müssen Sie sich bewusst sein, dass die Implementierung der Inhalte in Micro-Learning-Nuggets sehr aufwändig ist.

2. Weniger Engagement der Lernenden

Da Mikrokurse relativ kurz und schnell sind, erfordern sie von den Lernenden nur ein geringes Engagement. Sicher, sie passen in ihren vollen Terminkalender, aber sie könnten auch das Interesse verlieren, wenn sie nur wenig Nutzen in Ihrer Schulungsinitiative sehen. Schlimmer noch, einige werden sich nicht einmal die Mühe machen, an den Kursen teilzunehmen. Um Ihr Team zu ermutigen und zu motivieren, an den Kursen teilzunehmen, sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihr Micro-Learning unterhaltsamer und interaktiver gestalten können, z. B. durch Spiele und Quizfragen, Infografiken, Videos und Aufzeichnungen und vieles mehr.

3. Risiken des fragmentierten Lernens

Eine weitere Herausforderung beim Micro-Learning ist das Risiko des fragmentierten Lernens, wenn es nicht richtig gehandhabt wird. Zugegeben, diese Art des Lernens führt zu einer höheren Teilnahmerate, als wenn Sie Ihre Mitarbeiter bitten, ein 50-seitiges Modul zu lesen oder eine einstündige Videovorlesung anzusehen. Aber es ist nutzlos und einfach frustrierend, wenn die Kursinhalte ohne jegliche Struktur zusammengestellt werden. Wenn Sie also Ihre Schulungen in kleine Learn-Nuggets aufteilen, ist es wichtig, dass sie dennoch in sich stimmig und miteinander verbunden sind.

4. Die Vorbereitung kann zeitaufwändig sein

Micro-Learning liefert mundgerechte Lektionen, also sollten sie zeitsparend sein. Leider kann die Planung und Verwaltung für Schulungsleiter ziemlich zeitaufwändig sein. Sie müssen Ihr vorhandenes Lernmaterial in Micro-Learning-Nuggets umstrukturieren und sicherstellen, dass sie für Ihr Team ansprechend sind.

5. Niedrigere Lernerwartungen

Die Art und Weise, wie Sie Ihr Micro-Learning strukturieren, wirkt sich erheblich auf die Lernerwartungen Ihrer Mitarbeiter aus. Wenn die Mitarbeiter glauben, dass sie durch Ihre mundgerechten Lektionen nur eine minimale Verbesserung erzielen, wird es schwer sein, sie davon zu überzeugen, sich mehr anzustrengen und etwas härter zu arbeiten. Legen Sie daher am besten gleich zu Beginn Ihres Programms ein Lernziel für Ihre Mitarbeiter fest und machen Sie ihnen vor allem klar, wie diese Art des Lernens zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen beitragen wird.

6. Gamified Micro-Learning kann verwirrend und ablenkend sein

Gamified Micro-Learning bringt Farbe in ansonsten langweilige und eintönige Schulungsprogramme – es motiviert die Lernenden, verbessert das Engagement in den Kursen und erhöht die Teilnahmerate. Die Vorteile sind unbestritten, aber sie bringen auch eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Schlecht konzipierte Spiele sind häufig verwirrend, was wiederum zu Desinteresse führt. Das konterkariert den gesamten Zweck Ihres gamifizierten Trainings. Einige Online-Spiele können Ihre Mitarbeiter auch von ihren Lernzielen ablenken. Wenn Sie darüber nachdenken, Ihre Microlessons mit Spielen zu gestalten, sollten Sie zunächst einige Zeit damit verbringen, Ihre Strategien zu bewerten und zu planen. Der Schlüssel dazu ist, ein Gleichgewicht zwischen Einfachheit und Spaß zu finden, um sicherzustellen, dass sie gleichzeitig ansprechend und informativ sind.

7. Schwierigere Verfolgung des Trainingsfortschritts

Der beste Weg, die Wirksamkeit Ihres Schulungsprogramms zu bestätigen, ist die Verfolgung des Fortschritts. Sie müssen wissen, wie viele Teilnehmer ihre Kurse freigeschaltet und abgeschlossen haben, und wenn möglich, wie viel Zeit sie mit den Lektionen verbracht haben. Bei Micro-Learning müssen Sie mehr Kurse überwachen, was den gesamten Nachverfolgungsprozess etwas komplizierter und zeitaufwändiger macht.

8. Das Gesamtbild kann übersehen werden

Das große Ganze im Auge zu behalten, ist entscheidend für den Unternehmenserfolg. Es veranlasst Ihr Team, über seine Fähigkeiten hinaus zu denken und zu handeln, zu groß angelegten Initiativen beizutragen und schnell Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Wenn sie sich jedoch zu sehr daran gewöhnen, nur kleine Teile von Fähigkeiten und Informationen aufzunehmen, verlieren sie möglicherweise den Blick für das große Ganze. Das kann sie in verschiedene Richtungen ziehen und sie überfordert und erschöpft zurücklassen, noch bevor sie ihre Ziele erreicht haben. Hier kann es sinnvoll sein am Ende jedes Kurses ein Quiz einzubauen, um den Lernerfolg auch wirklich sicherzustellen.

9. Kollision mit langfristigen Zielen

Meistens konzentrieren sich Microlessons nur auf kurzfristige Ziele; sie decken nur ein einziges Lernziel ab, etwas, das Ihre Mitarbeiter bald erreichen sollen. Wenn Ihr Ziel beispielsweise darin besteht, jeden Tag einen exzellenten Kundenservice zu bieten, könnte die Einführung von täglichen oder wöchentlichen Mikrokursen die Leistung Ihres Teams verbessern. Wenn Ihr langfristiges Ziel jedoch darin besteht, am Ende des Jahres eine Kundenzufriedenheit von 100 % zu erreichen, müssen Sie in tiefer gehende Schulungen investieren, um das Potenzial Ihrer Mitarbeiter zu maximieren und ihnen bei der Entwicklung neuer Fähigkeiten und Kompetenzen zu helfen.

Fazit

Jede Schulungsstrategie hat ihre Nachteile, und Micro-Learning ist da keine Ausnahme. In diesem Artikel haben wir einen Blick auf die wichtigsten Nachteile dieser beliebten Schulungsform geworfen: Sie kann nur einige wenige Konzepte auf einmal unterstützen, sie eignet sich nicht gerade für komplexe Schulungen mit langfristigen Zielen, und sie kann vor allem bei schlechtem Management zu fragmentiertem und unzusammenhängendem Lernen führen. Aber trotz all dieser Herausforderungen bleibt es eine ultimative Alternative gegenüber einer tagelangen, langweiligen Konferenz und stundenlangen Schulungen mit statischen PowerPoint-Präsentationen und dicken Modulen. Sie lässt alle irrelevanten Informationen weg und konzentriert sich stattdessen auf die Inhalte, die wirklich wichtig sind. Und da es im Durchschnitt nur 10 Minuten oder weniger dauert, bleibt das Wissen besser im Gedächtnis, ohne dass Ihr Gehirn überlastet wird. Lassen Sie also diese großartige Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen, sondern nehmen Sie die Herausforderungen an und erschließen sich alle Vorteile des Micro-Learnings.

Die wichtigsten E-Learning Trends für 2022

von Julia

Die Menschheit hat in den letzten Jahren eine noch nie dagewesene Situation erlebt. Es ist sehr traurig, wenn wir auf die menschlichen und wirtschaftlichen Verluste zurückblicken, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden. Die Pandemie führte jedoch auch zu zahlreichen Veränderungen auf den globalen Märkten, die in einigen Branchen zu einem enormen Wachstum führten. Während mehrere […]

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04/01/2022

8 E-Learning Herausforderungen

von Julia

Wie bei allen Dingen im Leben gibt es auch beim E-Learning Herausforderungen, denen man irgendwann begegnen kann. Egal, ob Sie mit einem Mangel an Budget oder Akzeptanz zu kämpfen haben, mit diesen praktischen Tipps können Sie Ihre größten E-Learning-Herausforderungen meistern. In der Welt der L&D-Teams gehören die Herausforderungen des Lernens und der Entwicklung zum Alltag […]

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29/12/2021

Durch die Pandemie hat e-Learning für den Mittelstand eine hohe Bedeutung erlangt. Formen des e-Learning im Mittelstand sind die digitale Weiterbildung, Pflichtschulungen, betriebliche Unterweisungen, Onboarding sowie Produktschulungen für Mitarbeiter und Kunden. In den Unternehmen wird zwischen digitalen Live Schulungen (u.a. Webinare) und on-demand Schulungen (Online-Kurse) unterschieden. Bei on-demand Schulungen werden die angebotenen Lerninhalte auf einer Lernplattform bzw. einem LMS (Learning Management System) für die Mitarbeiter*innen zur Verfügung gestellt. Diese können die Inhalte in ihrem eigenen Tempo orts- und zeitunabhängig absolvieren. Im Mittelstand hat sich der Bedarf an der Einführung von e-Learning erst durch die Verlagerung von Arbeit in das Home Office und die veränderte (digitale) Arbeitswelt ergeben. Anders als in Großunternehmen sind die Anforderungen und Möglichkeiten im Mittelstand andere. Es werden einfach zu bedienende Lösungen benötigt, die einen schnellen Start ohne Expertenwissen und große Budgets ermöglichen. Die Anforderungen der DSGVO stehen zu recht für viele Entscheider im Mittelpunkt und schließen meist den Einsatz von Software Lösungen aus dem US Markt aus. Im folgenden geben wir einen Überblick, um den Einstieg in das e-Learning für den Mittelstand zu erleichtern.

Vorteile von E-Learning

Mit der zunehmenden wie andauernden Verlagerung von Arbeit in das Home-Office stehen viele KMU und Unternehmen im Mittelstand vor dem Problem, dass die laufende Weiterbildung von Mitarbeitern nicht mehr wie gewohnt vor Ort stattfinden kann. Auf der anderen Seite haben sich im gleichen Zeitpunkt Mitarbeiter auch an die digitale Zusammenarbeit gewöhnt, vor allem durch die Verlagerung von Besprechungen und Workshops auf Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams. Die Digitalisierung hat also in der Zusammenarbeit zwischen Kolleg*innen eine enorme Beschleunigung erfahren. Dadurch hat sich auch die Weitergabe von Wissen im Unternehmen verändert. Denn immerhin ist das sogenannte informelle Lernen der wichtigste Faktor in der betrieblichen Weiterbildung. Über 70 % der Wissensvermittlung erfolgt ungeplant und größtenteils unstrukturiert durch die Weitergabe von Kenntnissen zwischen Kollegen.

Die organisierte betriebliche Weiterbildung hat bisher noch keine durchgreifende Digitalisierung erfahren. Die bestehenden Strukturen sind größtenteils immer noch auf wenig effiziente und teure Schulungen in Präsenz ausgerichtet. Auf der einen Seite hat sich zwar bereits ein Teil der bestehenden Bildungsanbieter bereits digitalisiert. Dies gilt vor allem für die selbstständigen Trainer und Coaches, die Präsenzschulungen in digitale Formate übertragen und Mitarbeiter über Zoom oder Microsoft Teams schulen. Die E-Learning Formate stoßen aber nicht auf Zustimmung, wenn sie qualitativ hinter den Präsenzschulungen zurückfallen. Der direkte Austausch zwischen den Teilnehmern ist in einem E-Learning Format nicht mit einem persönlichen Austausch vor Ort vergleichbar.

Die Geschäftsführer und Personalverantwortlichen in KMU und Unternehmen im Mittelstand stellen sich daher nun die Frage, wie in Zukunft die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter organisiert werden kann. Denn das Home-Office wird zu einem gewissen Teil bestehen bleiben und sich neue Formen der Arbeit etablieren, die auch von einer digitalen Zusammenarbeit geprägt sein werden. In dieser neuen Arbeitswelt muss nun auch die Weitergabe von Wissen, die betriebliche Weiterbildung wie auch das Onboarding von neuen Mitarbeitern digital organisiert werden.

Formen von E-Learning

Live und asynchrones Lernen

Bei E-Learning Formaten können grundsätzlich zwei Formate unterschieden werden. Einmal das digitale Live Training, bei dem die Schulung in Echtzeit über eine Video Konferenz oder E-Learning-Plattform abgebildet wird. Zum anderen die asynchronen Formate, die unabhängig von Ort und Zeit in einem selbstständigen Lernen eingesetzt werden. Um es vorwegzunehmen. Es geht nicht um das entweder oder, sondern um die Kombination von beiden in einem digitalen Hybrid Format.

Blended Learning

Gleichzeitig wird neben einem digitalen hybrid Format auch das analoge Präsenztraining weiterhin Bestand haben. Je nach Anforderung und Ausgestaltung wird in der betrieblichen Weiterbildung eine unternehmensspezifische Mischung zwischen Präsenzschulungen und digitalen Formaten erfolgen. Diese Kombination wird auch als Blended Learning bezeichnet.

Welches Format dabei jeweils geeignet ist, hängt vor allem von den E-Learning Inhalten ab. So gibt es zum Beispiel Lerninhalte, die besonders für das selbstständige und selbst gesteuerte Lernen geeignet sind. Als Beispiel sind hier Softwareanwendungen zu nennen. Hier wird in der Regel Standard Wissen vermittelt und das individuelle Lerntempo ist sehr unterschiedlich. Je nach Vorwissen, Auffassungsgabe und digitalen Skills benötigen die Mitarbeiter oft einen sehr unterschiedlichen Schulungsumfang und ein unterschiedliches Schulungstempo.

Anders ist es zum Beispiel beim Training für Führungskräfte oder auch bei Trainings, die die Zusammenarbeit im Team betreffen. Hier ist der Austausch zwischen den Teilnehmern so essenziell, dass asynchrone Formate nicht geeignet sind.

Auch bei geographisch verteilten Teams stechen die Vorteile von E-Learning heraus, denn es entfallen Reisekosten und Reisezeit.

Um dem Begriff digitale Weiterbildung etwas präziser zu erfassen, ist es daher sinnvoll, sich die wichtigsten Bereiche einmal vor Augen zu führen.

Anwendungsbereiche

E-Learning Formate eignen sich für nahezu alle Themen mit unterschiedlichen Lernzielen. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über mögliche E-Learning-Schulungen.

Pflichtschulungen

Für die meisten Personalverantwortlichen in KMU und Unternehmen im Mittelstand beginnt die betriebliche Weiterbildung mit den Pflichtschulungen. Vor allem im Bereich Brandschutz und Datenschutz führen viele Unternehmen Pflichtschulungen durch.

Bei den meisten Pflichtschulungen handelt es sich um in einem festen Rhythmus wiederkehrende Schulungen. Die Teilnahme muss im Unternehmen dokumentiert werden. Manchmal ist es zusätzlich notwendig, das erlernte Wissen zu überprüfen, zum Beispiel durch eine Wissensabfrage in einem Quiz.

Für die interne Dokumentation ist es notwendig, die Teilnahme und den Lernerfolg genau zu dokumentieren. Manchmal wird zudem ein Zertifikat für alle Teilnehmer*innen ausgestellt.

Für Pflichtschulungen sind E-Learning Inhalte gut geeignet und besonders kostengünstig. Hier kommen die Vorteile des selbstgesteuerten und autonomen Lernens zutage, denn alle Mitarbeiter*innen können die Schulung in ihrem eigenen Rhythmus und im Home-Office vornehmen.

Soft Skills

Unter den sogenannten Soft Skills werden vor allem Fähigkeiten verstanden, die die Zusammenarbeit im Unternehmen fördern. Unter die Soft Skills fallen persönliche, soziale sowie methodische Kompetenzen an. Einfach gesagt beschreiben Soft Skills überfachliche Qualifikationen.

Anders als die Fachkompetenzen (berufliche Qualifikation, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung) lassen sich Soft Skills nicht messen.

Zu den wichtigsten 10 Soft Skills zählen Eigeninitiative, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Begeisterungsfähigkeit, Belastbarkeit, Anpassungsfähigkeit, Empathie, Charisma, interkulturelle Kompetenz sowie das Durchsetzungsvermögen.

Schon bei der Betrachtung der wichtigsten Soft Skills wird deutlich, dass nicht alle durch Weiterbildungsmaßnahmen gefördert werden können. Viele können aber durchaus durch berufliche Trainings gefördert werden. Diese können durch E-Learning Formate mithilfe von Übungen behandelt werden.

Software Schulungen

Mit der im Sektor KMU und Mittelstand schnell voranschreitenden Digitalisierung nimmt die Bedeutung von Softwarekenntnissen rasant zu. Für die meisten Softwareanwendungen gilt, dass hier E-Learning für Unternehmen gut geeignet ist, um das notwendige Wissen zu vermitteln und auch interaktive Übungen einzubeziehen. Vor allem weil bei der Online-Schulung für Software der sogenannte Screencast eingesetzt wird. Der Screencast ist eine Videoaufnahme des Bildschirms. Hierbei werden einzelne Softwareprogramme oder Anwendungen mit Bild und Ton erläutert, wobei der Trainer die einzelnen Funktionsbereiche der Software sehr einfach und anschaulich erklären kann.

Aufgrund der gleichen und wiederkehrenden vermittelten Fähigkeiten in den Softwareanwendungen entstehen durch E-Learning Formate sehr hohe Einsparpotenziale für Unternehmen.

Betriebsinterne Prozesse

Für die meisten betriebsinternen Prozesse gilt die Besonderheit, dass hier selten auf externe Trainer zurückgegriffen werden kann. Als Beispiel sind Produktschulungen für Vertriebsingenieure zu nennen. Entweder werden betriebsinterne Prozesse durch unternehmensinterne Experten vermittelt oder externe Trainer werden mit der Ausarbeitung von entsprechenden Schulungen beauftragt. Bei kleineren Unternehmen erfolgt dies aus Kostengründen meistens nicht. In der Regel ist daher die Vermittlung von betriebsinternen Prozessen durch eigene Mitarbeiter (interne Experten) der beste Weg. Am Ende der erfolgreichen Weiterbildung wird ein Zertifikat für die Teilnehmer*innen ausgestellt.

Auf der anderen Seite setzt dies voraus, dass die jeweiligen Mitarbeiter*innen sich für die Tätigkeit als Online Trainer*in motivieren und gewinnen lassen können und auch die notwendigen Kompetenzen besitzen. Dies gilt nicht nur für methodische und didaktische Fähigkeiten, sondern mit Blick auf E-Learning Inhalte auch für technische Skills.

Hier hilft die Digitalisierung im privaten Lebensbereich. Durch die private Mediennutzung entstand in letzter Zeit eine enorme Beschleunigung, denn fast alle haben schon einmal die Videofunktion des Handys benutzt. Das Bearbeiten der Videos an einem Computer ist für viele auch kein großes Problem mehr.

Moderne Smartphones verfügen meistens über hochwertige Kameras, dadurch hat im Prinzip jeder Mitarbeiter im Unternehmen die Möglichkeit, mit einer sehr geringen technischen Investition digitale Weiterbildungsformate zu produzieren.

Zudem haben sich die meisten Mitarbeiter*innen durch digitale Konferenzen ohnehin an die Vermittlung von Wissen und den Austausch über Videokonferenz Systeme wie Zoom oder Microsoft Teams gewöhnt.

Es ist daher davon auszugehen, dass bei der Vermittlung von betriebsinternen Prozessen zunehmend auf die digitale Produktion im Unternehmen zurückgegriffen wird. Dies wird auch als Digital Expert Learning oder als User-Generated-Content bezeichnet. Die Grenzen zwischen diesen beiden Bereichen sind fließend.

Onboarding

Ein Sonderfall der Weiterbildung ist das Onboarding von neuen Mitarbeiter*innen. Das Onboarding besteht stets aus einer organisatorischen Aufgabe, wie aber auch der Vermittlung von Wissen in der Phase der Einarbeitung. Diese Wissensvermittlung erfolgt häufig im hohen Maß durch bestehende Kollegen in Form des informellen Lernens.

Die Zusammenarbeit während des Onboardings enthält eine wichtige soziale Komponente, weil sie es neuen Kollegen ermöglicht, sich schneller im Unternehmen wohlzufühlen. Auf der anderen Seite beinhaltet das Onboarding auch oft eine hohe Anzahl von wiederkehrenden und sich wiederholenden Prozessen, die auch oft mit der im Unternehmen benutzten Software zu tun haben (z.B. Anlegen und Einreichen eines Urlaubsantrages). Hier liegen zum Teil erhebliche Einsparpotenziale, da die Bestandsmitarbeiter nicht immer die gleichen Fragen beantworten müssen. Diese Einsparpotenziale, vor allem im Softwarebereich lassen sich zum Teil sehr gut durch E-Learning Inhalte erzielen.

Wie entstehen digitale Lerninhalte?

Für die Einführung von E-Learning im Unternehmen werden zwei Dinge benötigt: zum einen die erstellten E-Learning-Inhalte und die technische Infrastruktur für die Bereitstellung von E-Learning Formaten.

In Bezug auf die E-Learning-Inhalte betrachten wir zunächst die technischen Formate und im Anschluss die Produktionsmöglichkeiten für diese.

E-Learning Formate

Digitale Lerninhalte können in verschiedenen Formaten produziert und bereitgestellt werden. Dies beginnt bei einem einfachen Text oder PDF und reicht über Lernvideos bis hin zu interaktiven Lernformaten im sogenannten SCORM Format. Auf dem Markt haben sich verschiedene Begriffe etabliert wie zum Beispiel WBS für das „Web Based Training“. Dies ist allerdings eher ein Begriff aus der Vergangenheit. Zu unterscheiden sind:

  • Screencast: Eingesprochenes Video Tutorial einer Bildschirmaufnahme
  • (Live) Webinar: Live Präsentation durch einen Moderator
  • (Recorded) Webinar: Aufgezeichnetes Webinar, abrufbar 24/7 on demand
  • Online Video Kurs: Als Video aufgenommenes Training 24/7 on demand
  • Online Kurs: 24/7 on demand Training mit integrierten Interaktionen
  • Live Training: Digitales Training über Videokonferenzsystem mit Interaktion

Wichtig ist auch eine Betrachtung der jeweiligen Datei Formate. Bis auf die Online Schulung können alle genannten Formate als Video im globalen MP4 Format produziert und bereitgestellt werden.

SCORM

Für das interaktive E-Learning hat sich international das sogenannte SCORM Format durchgesetzt. SCORM steht für „Sharable Content Object Reference Model“ und ist ein Referenzmodell für austauschbare elektronische Lerninhalte der Advanced Distributed Learning Initiative. SCORM Formate enthalten die jeweiligen Lernressourcen (Video, pdf, ppt, u.a.) sowie die Zusammenfassung und Strukturierung von Ressourcen zu verteilbaren Lernpaketen. Weitere Komponenten sind das sog. Run-Time Enviroment für die Speicherung des individuellen Lernfortschritts und das Sequencing & Navigation für die Ordnung der Lerninhalte in Abhängigkeit zum Nutzerverhalten. SCORM ist somit der herkömmliche Marktstandard für komplexere Online Kurse. Gleichzeitig steht SCORM aber auch für kostenintensive Produktionsformen der Vergangenheit, die für die meisten KMU und Unternehmen im Mittelstand mit Blick auf die Produktionskosten weniger geeignet sind, weil schlankere Produktionen im MP4 Format eine bessere Alternative sind.

Die jeweiligen Vor- und Nachteile der E-Learning-Formate ergeben sich vor allem aus dem Inhalt der Schulung. So sind für Softwareschulungen vor allem Screencasts gut geeignet, während für Formate mit hoher Interaktion zwischen Trainer und Teilnehmer*innen ein digitales Live Training eher infrage kommt.

Große Unterschiede bestehen vor allem hinsichtlich der Produktionskosten.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die meisten Schulungsinhalte nicht einmal produziert werden müssen, sondern häufig später auch noch aktualisiert werden müssen. Dies ist bei der Auswahl der jeweiligen E-Learning Formate unbedingt zu beachten.

Für die Produktion können externe Dienstleister beauftragt werden oder die Produktion erfolgt im Unternehmen selbst.

Externe Produktion von Inhalten

Es besteht kein Mangel an Agenturen und Anbietern, die E-Learning- Inhalte für Unternehmen und die digitale Weiterbildung produzieren. Die meisten Dienstleister bieten neben der Produktion ein Full-Service Angebot an und stellen die Inhalte bereits in einem Lernmanagementsystem (LMS) zur Verfügung. Bei den Anbietern sind wiederum vertikale Anbieter von Full-Service Anbietern zu unterscheiden. Vertikale Anbieter sind zum Beispiel nur auf die Produktion von Animationsfilmen für Lerninhalte spezialisiert (Erklärvideos).

Die Dienstleistung umfasst in der Regel die Produktionsschritte Konzept, Didaktik, Skript, Produktion, Post-Produktion und Bereitstellung.

Allerdings sind die meisten dieser Dienstleister für größere Unternehmen tätig, weil die Produktionskosten bei einer ausgelagerten Produktion sehr hoch sind. Für den Sektor KMU und viele Unternehmen im Mittelstand ist es kostengünstiger die E-Learning-Inhalte selbst zu erstellen. Das hat den Vorteil, dass unternehmensinterne Inhalte leichter aktuell gehalten werden können.

Interne Produktion: Expert Learning & UGC

Viele Unternehmen scheuen sich davor, E-Learning Inhalte selbst zu erstellen, da sie die Aufgabe als sehr komplex einschätzen. Dies gilt vor allem, wenn vorher Angebote von externen Dienstleistungen mit aufwendigen Animationsfilmen und fertigen Lernvideos eingeholt wurden.

Aber: Der erste Schritt in der Produktion von Lerninhalten ist deutlich einfacher als viele meinen. Hier ist eine ähnliche Entwicklung wie bei Webseiten zu sehen. Heute ist die Produktion von Webinhalten über ein einfaches CMS wie WordPress für jeden möglich.

Ähnlich verhält es sich mit der Produktion von Inhalten für Social Media. Denn durch die sozialen Medien wie YouTube und Instagram haben die meisten von uns ohnehin schon Erfahrungen im Bereich Videoproduktion gesammelt.

Und wer ein YouTube Video erstellen kann, kann auch E-Learning Videos produzieren.

So gelingt die interne Produktion

Die interne Produktion ist nicht sinnvoll bei Standardinhalten, wie zum Beispiel Lerninhalten zum Thema Datenschutz, Brandschutz oder Gesundheit am Arbeitsplatz. Solche Inhalte sind in mehrfacher Form bereits vorhanden und können als Ware von der Stange kostengünstig gekauft und in das eigene LMS eingebunden werden.

Anders bei unternehmensspezifischen Inhalten. Hier liegt das Wissen meist gänzlich im Unternehmen. Meist muss dieses Wissen erst auf einen externen Dienstleister übertragen werden, damit dieser die entsprechenden Inhalte erstellen kann. Eine solche Übertragung ist oft ein unnötiger und kostenintensiver Zwischenschritt.

Wie genau sieht nun die Alternative aus? Hierzu ein Beispiel. Ein Unternehmen setzt eine auf die eigenen Zwecken angepasste und konfigurierte Software ein. Im Unternehmen gibt es mehrere interne Experten, die von Mitarbeitern offiziell oder inoffiziell immer wieder angesprochen werden, wenn Fragen zur Anwendung aufkommen. Diese sind ohnehin gewöhnt, die Software zu erklären. Sie haben also alle Kompetenzen, um auch entsprechende digitale Lerninhalte zu erstellen. Ein häufiger und sinnvoller erster Zwischenschritt besteht darin, eine Einführung in die Software innerhalb einer Videokonferenz mit den Mitarbeiter*innen durchzuführen. Diese wird als Bildschirmaufnahme mit den Erklärungen der Experten mitgeschnitten. Dieser Mitschnitt kann mit wenigen Handgriffen nachbearbeitet werden und in die interne Software wie Intranet oder via Sharepoint für alle Kollegen bereitgestellt werden. Dies ist ein einfaches Beispiel dafür, wie Unternehmen E-Learning Inhalte selbst erstellen können.

Dieser Prozess kann im Prinzip auch auf andere Anwendungen übertragen werden, wie z.B. Einweisungen in die Bedienung von Maschinen. Hier kann recht einfach die Einweisung mit einem Smartphone aufgenommen werden und das Video später aufbereitet werden.

Auch externe Experten können einbezogen werden. Wenn das Unternehmen zum Beispiel regelmäßig mit externen Trainer*innen zusammenarbeitet, kann mit diesen gemeinsam auch digitales Schulungsmaterial erstellt werden. Die Trainer können sich dann auf die individuelle Betreuung fokussieren und so die lästige Wiederholung von immer gleichen Schulungen reduzieren.

Wichtig ist es dabei vor allem, die Erwartungen an die Qualität pragmatisch auszurichten. So wie für die interne Kommunikation keine Hochglanzprospekte gedruckt werden, muss auch ein digitales Format für die interne Weiterbildung nicht mit einer Hollywoodproduktion konkurrieren. Ganz im Gegenteil. Je authentischer die Inhalte sind, desto höher ist die Akzeptanz bei den eigenen Mitarbeiter*innen. Oft sind es bekannte Kollegen*innen, die eine interne Schulung als Video oder Screencast aufgezeichnet haben.

Die eigene Erstellung von E-Learning-Inhalten folgt auch einem Trend, der in der Branche als „Expert Learning“ oder „User Generated Content“ bezeichnet wird. Dabei werden interne oder externe Experten eingesetzt, die sich für die Vermittlung von Wissen interessieren und die Produktion vornehmen.

Oft wird für die Postproduktion (den Schnitt und die Optimierung von Ton und Bild) noch externe Hilfe hinzugezogen. Diese unternehmensinterne Produktion ist deutlich preiswerter als die komplette Verlagerung der Produktion auf einen E-Learning-Dienstleister oder eine entsprechende Agentur.

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29/12/2021

Du möchtest ein Lernvideo selbst erstellen? Ein gutes Lernvideo ist in wenigen Schritten einfach und schnell erstellt. Dazu benötigst du keine Vorkenntnisse, sondern lediglich ein Smartphone oder Tablet und unsere 5 Schritte.

Lernvideo selbst erstellen in 5 einfachen Schritten

Schritt 1: Konzept entwickeln

In diesem ersten Schritt entsteht die didaktische Grundlage für dein Lernvideo. Hier solltest du Antworten auf die wichtigen Fragen, welche Art von Video in welcher Weise produziert werden soll, bestenfalls in einem schriftlichen Konzept festhalten.

  • Was sind die Lernziele?
  • Welche Inhalte sollen vermittelt werden?
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Welche Methodik soll angewendet werden?
  • Wie lang soll das Video werden und wie soll der Aufbau aussehen?
  • Welche Hilfsmittel werden benötigt?

Schritt 2: Technik vorbereiten

Nun sollten alle benötigten Materialen und technische Hilfsmittel funktionsfähig bereitliegen. Heutzutage ist es vollkommen ausreichend ein Video mit dem Smartphone oder Tablet aufzunehmen. Oftmals bietet die Videofunktion der Geräte sogar die Möglichkeit, Anfangs- und Endpassagen zu schneiden. Sobald jedoch Ergänzungen durch beispielsweise Ton hinzukommen, empfehlen sich spezielle Programme zur Videobearbeitung, wie FilmoraGO oder KineMaster für das Smartphone (Android und iOS) bzw. Windows Movie Maker oder Camtasia für den Computer. Zur Unterstützung während der Aufnahme sollte ein Stativ verwendet werden. Neben den technischen Voraussetzungen sollte vor allem der entsprechende Drehort gewählt werden, der ruhig und gut beleuchtet ist.

Schritt 3: Dreharbeiten durchführen

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen wurden, kann der Dreh des Lernvideos starten. Empfehlenswert ist es eine Videogröße von 1920×1080 Pixel zu wählen und darauf zu achten, Smartphone oder Tablet in den Flugmodus zu versetzen, um wirklich ungestört arbeiten zu können. Desweiteren sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, falls einzelne Sequenzen wiederholt werden müssen.

Schritt 4: Lernvideo schneiden

Nach erfolgreichen Dreharbeiten wird das Video nun geschnitten. Je nachdem, welche Art von Video und wie viel Zeit zur Bearbeitung zur Verfügung steht, kann das Videomaterial entweder direkt auf dem Smartphone, oder erst auf den Computer geladen, und dann bearbeitet werden.

Schritt 5: Lernvideo veröffentlichen

Im letzten Schritt wird das Lernvideo dahingehend überprüft, ob alle Zielvorgaben erfüllt und die Inhalte verständlich sind. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass keine Urheber- und Persönlichkeitsrechte verletzt wurden. Abschließend kann das fertige Lernvideo auf einer Lernplattform veröffentlicht und somit der Zielgruppe zugänglich gemacht werden.

E-Learning abwechslungsreich gestalten

Um das digitale Lernen abwechslungsreich und effizient zu gestalten, eignen sich Lernvideos wunderbar. Sie sind universell einsetzbar und fördern das individuelle Lernen. Zudem haben Lernvideos nicht nur kognitive, sondern darüber hinaus auch motivationale und emotionale Funktionen. Das heißt, dass Lernende durch die Mimik des Gegenübers im Video und auch durch die Stimme, die zu hören ist, emotional angesprochen werden. Das führt dazu, dass sie „näher am Geschehen sind“ und mehr in das Lernen eingebunden werden. Das Lernvideo kann in Form von kommentierten Präsentationen, Erklärvideos, Tutorials, Animationen oder auch Podcasts aufbereitet werden. Der Vorteil dieser Formate liegt zum einen darin, dass sie je nach individuellem Lerntempo pausiert und vor- oder zurückgespult werden können. Zudem können sie durch ihre hohe Anschaulichkeit eine zielgerichtete Steuerung der Aufmerksamkeit generieren und sprechen aufgrund von Bewegtbildern und Sprache mehrere Reize an.

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29/12/2021

Unter Blended Learning wird meist das Mischen von Präsenzschulungen mit digitalen Formaten verstanden. Blended Learning gilt nicht erst mit der Corona Krise als eine der wichtigsten Lernformen in der Weiterbildung. Denn auch nach der Rückkehr in die Normalität haben sowohl Arbeitgeber wie auch die Beschäftigten die Vorteile von digitalen Lernformaten schätzen gelernt.

Abzugrenzen von Blended Learning sind hybride digitale Lernformate, vor allem die Kombination von synchronen und asynchronen Inhalten. Synchrone Inhalte sind vor allem das digitale Live Training und das Live Webinar. Auch hier sind die Abgrenzungen oft ungenau. In der Regel wird unter einem Webinar eine „one-to-many“ Form verstanden, in der keine direkte Interaktion zwischen dem Trainer und den Teilnehmern besteht. Oft ist die Interaktion auf Textchat reduziert. Anders ist es, wenn im digitalen Live Training Plattformen der Videokonferenz wie vor allem Microsoft Teams, Zoom oder GoToMeeting eingesetzt werden. Dann können alle Teilnehmer miteinander kommunizieren. Unter asynchronen Formaten werden on-demand Kurse verstanden, also Online Kurse zum autonomen Lernen. Hierbei kommen vor allem Video, ppt oder SCORM Formate zum Einsatz. Um die Aufmerksamkeit zu stärken und die Motivation zu erhöhen, sollten Online Kurse unbedingt Lernkontrollen enthalten, wie z.B. Wissensabfragen in einem Quiz.

Mit dem Format des Blended Learnings können gewichtige Nachteile der einzelnen Methoden ausgebremst oder abgemildert werden. Bei der Wissensvermittlung in Form reiner Präsenzveranstaltungen muss ein erheblicher organisatorischer und auch finanzieller Aufwand seitens der Teilnehmer und Organisatoren berücksichtigt werden. Dieser entfällt zwar bei asynchronen digitalen Formaten, allerdings wird hierbei ein diszipliniertes Zeit- und Selbstmanagement gefordert. Zudem wird bei dieser Methode auch auf den persönlichen Kontakt und sozialen Austausch in Gänze verzichtet.
Die Kombination aus Präsenz- und Online-Angeboten in Blended-Learning-Szenarien ermöglicht es, die Vorteile der jeweiligen Settings und Methoden zu nutzen und deren Nachteile zu vermeiden. Werden die Lehrinhalte digital vermittelt (mittels Videoaufzeichnungen, Folien, Podcasts. o.Ä.) können die Lernenden diese flexibel und den eigenen Bedürfnissen entsprechend abrufen – wann und wie oft sie wollen. In den Präsenzveranstaltungen kann dann die Interaktion und der Austausch ermöglicht und gefördert werden.

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29/12/2021

Du arbeitest mit Digitale Whiteboards für Zoom? Mit den neuen Zoom Apps können jetzt digitale Live Schulungen in der Weiterbildung noch besser durchgeführt werden. Ein Vorteil für viele Trainer, denn für wichtige Funktionen in der Gruppenarbeit oder Breakout Sessions können nun Trainer und Teilnehmer direkt auf beliebte Lösungen für digitale Whiteboards wie Miro oder Mural zugreifen. Ende Juli brachte der allseits beliebte Video-Meeting Anbieter Zoom ein wichtiges Update heraus – die Zoom Apps. Damit werden digitale Live Trainings über Zoom noch einfacher, denn nun müssen Trainer und Teilnehmer Zoom nicht verlassen, um z.B. auf unser Projektplanungs-Tool zuzugreifen. Das bedeutet mehr Effizienz für digitale Live Trainings in der Weiterbildung, da z.B. Lerngruppen direkt zusammenarbeiten können.

Was sind Zoom Apps und für wen sind sie gedacht?

Zoom Apps sind in jedem Zoom Paket vorhanden, d.h. egal ob Du Zoom nur gelegentlich nutzt, um mit Deinen Kunden zu sprechen oder es täglich für die Kommunikation im Team nutzt. Zoom Apps sind für fast jeden Use Case zu eine spannende Neuerung. Der amerikanische Videokonferenz Anbieter gewährt durch die Zoom-Apps den Live-Zugriff auf ein breites Aufgebot von Anwendungen verschiedenster Anbieter direkt im Meeting. Darunter befinden sich z.B. bereits populäre Produktivitäts-und Planungsanwendungen wie Monday.com, Asana, Jira und viele mehr. Durch den gemeinsamen Zugriff auf diese Apps innerhalb einer Konferenz lassen sich Seminare über Zoom nun noch kollaborativer, effizienter und sogar auch spielerischer gestalten, weshalb das Angebot sich für all jene lohnt, für die Videokonferenzen ein fester Bestandteil der Kommunikation geworden ist. Alles was Du brauchst ist eine aktuelle Zoom Version (mach also ein update).

Unsere Favoriten Apps für digitale Live Schulungen und Trainings in der Weiterbildung

Lerngruppen:

Für die Aufgabenverteilung in Lerngruppen (social learning bzw. kohortenbasiertes Lernen) eignen sich die Apps von Trello und Asana hervorragend. Hier können Lerngruppen gemeinsam mit Kanban Boards arbeiten – ohne die Konferenz verlassen zu müssen und aufwendig zwischen mehreren Fenstern hin-und her zu wechseln. Für Lerngruppen sind auch die Integrationen von Monday.com und Jira spannend. Ob Arbeitspakete zu verteilen sind oder ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung von Meilensteinen zu erstellen ist, mit den Zoom-Apps von Monday.com und Jira kann man dies direkt zusammen im Team und jeder mit einer eigenen visuellen Ansicht in Zoom machen.

Digitale Whiteboards für Zoom:

Auch die wichtigsten Anbieter für digitale Whiteboars sind nun über die Zoom Apps verfügbar, vor allem Miro, Mural und Scribble. So können Trainer, Teilnehmer oder Lerngruppen direkt mit digitalen Whiteboards arbeiten und zwar direkt im Zoom Meeting. Es entfällt also die Notwendigkeit, Zoom zu verlassen und einen zweiten Tab zu teilen. Alle Teilnehmer können direkt Zoom nachvollziehen was auf dem Whiteboard geschieht und seine eigenen Ideen einbringen. Wenn Ihr im Training dazu noch einen virtuellen Workspace zum Austausch von Aufgaben und Dateien benötigt, dann eignet sich auch die Integration von Dropbox Spaces. Dieses Feature befindet sich jedoch noch in der Beta-Phase und muss angefragt werden.

Umfragen:

Wenn Ihr in der Schulung Live Umfrage machen und auch speichern wollt, dann schaut Euch die Integration von SurveyMonkey an.

So nutzt Du die Zoom Apps

In nur drei einfachen Schritten kannst du die Zoom Apps nutzen. Zuerst stellst Du sicher, dass Du die neueste Version des Zoom-Clients heruntergeladen hast. Danach öffnest Du den Zoom-Client und navigierst auf die Registerkarte „Apps“. Und dort kannst Du Deine Lieblings-Apps verknüpfen. Deine Meeting-Teilnehmer müssen dies zur Kollaboration auch in ihrem eigenen Zoom-Client tun. Alternativ kann dies aber auch während des Meetings geschehen.

Eine Übersicht mit allen derzeit vorhandenen Zoom Apps findest Du hier auf der offiziellen Seite des von Zoom

Fazit 

Die Funktionen der Zoom Apps führen zu einer deutlichen Steigerung des Funktionsumfangs von Zoom für digitale Live Schulungen und Trainings. Vor allem durch die Integration von Zoom in reteach öffnen sich so eine neue Dimension für Blended Learning bzw. digitale Hybrid Schulungen: Der direkt über reteach angesteuerte Zoom Raum kann so durch Tools wie Miro oder Mural erweitert werden. Damit können digitale Live Trainings über reteach nun noch besser für Lerngruppen und kohortenbasiertes Lernen eingesetzt werden.

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