5 Funktionen, die ein LMS für Unternehmen haben muss

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LMS Funktionen
Was sind die wichtigsten Funktionen eines LMS und worauf sollten Sie achten, wenn Sie an die Anschaffung eines LMS denken?

Moderne Lernmanagementsysteme (LMS) bieten Unternehmen eine riesige Vielfalt an unterschiedlichen Funktionen. Doch auf welche sollte man bei der Auswahl wirklich achten? Die Auswahl an E-Learning Tools und LMS-System ist riesig, die Funktionsvielfalt für Verantwortliche in Unternehmen erschlagend. Das Angebot ist vielfältig, es gibt über 50 verschiedene Funktionen von A wie API bis Z wie Zertifizierung. Dabei sind mehr Funktionen nicht immer besser – und nicht alle Funktionen sind wirklich essenziell für erfolgreiches E-Learning im Unternehmen.

Sind mehr Funktionen im LMS immer besser?

Die Toolanbieter überbieten sich gegenseitig mit der Anzahl an Funktionen. Dabei ist „mehr“ nicht immer „besser“. Ein LMS mit vielen Funktionen, von denen man im Alltag allerdings nur wenige braucht, ist im Zweifel sogar problematisch: Viele (unnötige) Funktionen machen ein LMS für die E-Learning Verantwortlichen und die lernenden Mitarbeiter unnötig kompliziert. 

Sucht man nach einem LMS für sein Unternehmen sollte die Frage also nicht sein „Wie viele Funktionen hat die Lernplattform?“ – sondern „Welche Funktionen sind wirklich nötig?“. Das ideale LMS für Unternehmen bietet eine Balance zwischen Funktionen und Bedienung. Bevor man sich mit den unterschiedlichen LMS-Anbietern beschäftigt, sollte man einen Anforderungskatalog erstellen. Dabei sollten alle Beteiligten mit einbezogen werden: Mitarbeiter, IT und die späteren Kursersteller.

Neben den individuellen Anforderungen gibt es auch einige Funktionen, die jedes LMS für Unternehmen haben sollte. Die folgenden 5 Funktionen bieten zusammen eine stabile Basis für effektives E-Learning in Unternehmen:

5 Basisfunktionen für jedes LMS in Unternehmen

1. Autorenfunktion für eigene Inhalte

Der Fokus der meisten Lernmanagementsysteme liegt, wie der Name schon sagt, in der Verwaltung von Kursen und Teilnehmern. Dabei wird jedoch oft die Basis jedes E-Learnings vergessen: Die Inhalte. Bei der Entscheidung „Make or Buy“ lohnt es sich in vielen Fällen, Lerninhalte für Mitarbeiterschulungen selbst zu erstellen, damit sie perfekt zu den Lernern und dem Lernziel passen. Ein gutes LMS für Unternehmen muss daher auch Möglichkeiten bieten, eigene Inhalte zu erstellen. Hier gibt es einen fließenden Übergang zwischen LMS und LCMS (Learning Content Management Systemen) und Autorentools.

Bei der Auswahl eines LMS sollte man darauf. achten, dass Inhalte in gängigen Formaten erstellt werden können. Dazu gehören beispielsweise Bilder, Videos und Präsentationen. Das LMS muss nicht zwingend ein komplexes Autorentool beinhalten. Wichtig ist, dass Kursersteller eigene Inhalte schnell erstellen und ändern können.

2. Kommentarfunktion & Community-Funktionen

Besonders im E-Learning, bei dem die Mitarbeiter nicht gemeinsam in einem Schulungsraum sitzen, ist der Austausch untereinander oft schwierig. Dabei ist Social Learning ein wichtiger Erfolgsfaktor für nachhaltiges Lernen: Gemeinsam, miteinander und voneinander lernen erhöht den Lerneffekt! Damit auch auf einer Lernplattform der Austausch möglich ist, muss das LMS unbedingt entsprechende Funktionen bieten. Gängig sind Kommentarfunktionen, ähnlich wie bei Social Media Plattformen: Mitarbeiter können unter Lerneinheiten Fragen stellen, eigene Erfahrungen berichten oder Diskussionsrunden mit anderen Lernern starten. 

3. Quizfunktion

In klassischen Mitarbeiterschulungen kommen nicht nur die Lerninhalte selbst zum Einsatz: Selbsteinschätzungen, Wissensfragen, Prüfungen und Feedbackbögen gehören fest zum Ablauf der meisten Schulungen. Diese wichtigen Elemente muss ein LMS für Unternehmen ebenfalls bieten: Sie helfen nicht nur, neues Wissen zu festigen und Meinungen zu erheben. Quizze gestalten E-Learning abwechslungsreich, interaktiv und ermöglichen Transparenz und messbare Ergebnisse.

Daher sollte eine Lernplattform eine Funktion zum Erstellen von Quizzen bieten. Achten Sie darauf, dass unterschiedliche Quiztypen im E-Learning möglich sind: Umfragen, Zwischentests und Prüfungen sollten unbedingt möglich sein. Besonders für Compliance-Kurse sollte das LMS auch in der Lage sein, nach abgeschlossenen Prüfungen individualisierte Zertifikate auszustellen, um den Lernerfolg im Unternehmen „schwarz auf weiß“ sichtbar zu machen.

4. Auswertungsfunktion

Welche Mitarbeiter arbeiten aktiv mit? Wer hinkt im Lernmaterial zurück? Wie ist der Lernstand der Gruppe? – Diese Fragen lassen sich in klassischen Präsenzschulungen meist einfach beantworten. Auf einer Lernplattform hingegen kann es für Kursleiter schwierig sein, alle Mitarbeiter in den unterschiedlichen Maßnahmen im Blick zu haben. Das muss ein LMS hier mit entsprechenden Funktionen unterstützen. Auch hier sollte man auf Basis der Unternehmensziele abwägen: Sind große Dashboards mit etlichen Auswertungen und Statistiken nötig? Achten Sie als Basis darauf, dass für die Kursleitenden einfach ersichtlich ist, welche Mitarbeiter aktiv am Kurs teilnehmen und welche Inhalte bearbeitet wurden.

5. Mobiles Lernen

Ein Hauptvorteil von E-Learning in Unternehmen ist die hohe Flexibilität: Mitarbeiter müssen nicht vom Arbeitsplatz weg, um sich weiterzubilden. Sie können idealerweise immer und überall lernen. Dieser Vorteil entfällt jedoch, wenn das LMS nur auf wenigen firmen-internen Geräten verfügbar ist. Das Zauberwort heißt also: Mobile Learning! Um die volle Flexibilität zu nutzen, muss das LMS voll kompatibel für verschiedene Gerätetypen und auch außerhalb vom Firmennetzwerk verfügbar sein. Achten Sie daher bei der LMS-Auswahl darauf, dass die Lernplattform auf Desktopgeräten, Tablets und Smartphones funktionieren. Die Inhalte müssen vollständig responsiv sein. So können Mitarbeiter jederzeit und überall lernen – und die Weiterbildung perfekt in ihren Alltag einbauen.

Fazit

Diese Funktionen solle ein LMS für Weiterbildung in Unternehmen unbedingt bieten:

  1. Autorenfunktionen, mit denen Kursersteller eigene Lerninhalte mit gängigen Medien flexibel erstellt und bearbeiten können.
  2. Kommentarfunktion, mit der sich Lernende untereinander und mit Kursleitern direkt austauschen und sich aktiv in den Kurs einbringen können.
  3. Quizfunktion für interaktive Inhalte, die den Lernprozess unterstützen, beispielsweise Wissenstests, Feedbackbögen und Abschlussprüfungen.
  4. Auswertungsfunktion mit der die Aktivität der Lerner im Kurs und der aktuelle Lernstand jederzeit für die Kursleiter sichtbar sind.
  5. Mobilfunktion um Lerninhalte zeit- und geräteunabhängig flexibel verfügbar zu machen.

Wenn Sie bei der Auswahl eines LMS auf diese Funktionen achten, haben Sie bereits eine gute Basis für erfolgreiche Online-Weiterbildung deiner Mitarbeiter. Weitere Funktionen ergeben sich aus dem Anforderungskatalog. Jedoch gilt bei der Funktionswahl immer die Perspektive „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, um Verantwortliche und Lerner nicht durch unnötige Funktionen zu verwirren.

Geschrieben von Peter

Peter arbeitet bei reteach im Customer Success Team und unterstützt Kunden beim Einstieg in das Digitale Lernen.

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